„Im österreichischen Gesundheitssystem sind wir gut aufgehoben“, so hören wir es von den öffentlichen Vertretern, egal ob auf Bundes- oder Landesebene. In diesem Jahr finden in Österreich einige Landtagswahlen statt, es ist ein kleines Wahljahr. Neben dem Argument, dass die Pensionen gesichert sind, ist die Ankündigung, dass keines der bestehenden Krankenhäuser geschlossen wird in der Wahlwerbung ein Allheilmittel. Keiner der Politiker erlaubt sich das Gegenteil anzukündigen, weil in Österreich der größte und der verlässlichste Wähleranteil die über Fünfzigjährigen sind. Ab diesem Alter treten die meisten Krankheiten auf und man macht sich Sorgen um die Höhe der Pension, welche man einmal erhalten wird.
Ein weiteres Schlagwort ist die Forderung nach Einführung einer Reichen-bzw. Millionärssteuer. Mir persönlich tut es leid, dass ich in meinem Verwandten- und Bekanntenkreis niemanden kenne, der diesem Segment angehört. So gehöre ich nicht zur sozialen Oberschicht oder bin einfach am falschen Ort. Unteranderem will man mit dieser Reichensteuer eine Steuerreform für den kleinen Mann finanzieren, den Eingangssteuersatz von 35% auf 25 % reduzieren. Nebenbei denkt der Finanzminister darüber nach, die begünstigten Mehrwertsteuersätze anzuheben. Somit würde bei einer breiten Schicht das Geld wieder abgeschöpft, welches ihnen auf der anderen Seite nachgelassen wurde.
Die Katze beißt sich selbst in den Schwanz.