Über schlagloch

Er hat es sich zur Aufgabe gemacht mehrmals die Woche eine kleine Studie zu verfassen und teilt dies per Weblog „schlagloch“ einer stetig wachsenden Internetgemeinde mit. Einzelne Leser treten auf der Internetplattform mit ihm auch in eine Diskussion über das Geschriebene ein. Vom Deutschen Literaturarchiv Marbach werden ausgewählte Online-Publikationen, so auch das Blog „schlagloch“ auf der Plattform Literatur-im-Netz langzeitarchiviert. Einige „Schlaglöcher„ hat er materialisiert und zu Büchern gemacht: Zeitenwandel (2009); Die Beobachtungen (2011); Bruchstellen (2015).

NORD . SÜD

Die Industriebetriebe veröffentlichen jährlich Zahlen über die Produktion, oft geschieht dies auch vierteljährlich. Von den Wirtschaftforschungsinstituten werden Umfragen gemacht nach denen die Wachstumsaussichten für das nächste halbe Jahr abgeleitet werden. Alles strebt nach einem Mengenwachstum. Dieses Streben gibt es auch in der Landwirtschaft. Mit verschiedenen Düngemittel wird das Wachstum gefördert. Gleiches passiert beim Gemüse- und Obstanbau. Der Geschmack bleibt auf der Strecke.Dem Mengenwachstum verweigern sich die Almwiesen, wie die Almwiesen am Fuße des Dobratsch in der Schütt. Der Wuchs der Gräser ist dichter aber klein, sie schießen nicht in die Höhe wie auf anderen Feldern. Dazwischen viele kleine violetten und gelbe Blumen, nicht so üppig wie in den Hausgärten. Die Bäume am Rand des Stausees lehnen sich weit hinaus, bis die Äste in das Wasser tauchen können. Schwarze Schmetterlinge mit weißen Punkten setzen sich auf die verschwitzten Füße. Die orange Dobratschabbrüche leuchten wie eine frische Wunde zwischen den hellgrauen, dunkelgrauen und grauschwarzen Felsen aus der steilen Wand. Es sieht aus, als ob die  Bergknappen noch Felsen absprengen und Eisen abgebaut wird. Durch die Wiese ziehen junge Pärchen mit Kinderwagen, Ehepaare mit Kindern, Jausenkörben, Tennisschlägern und Lederfußbällen vorbei. Über den Freizeitbetrieb und den Urlauberverkehr wacht der Polizeihubschrauber.
 
Von Nord nach Süd.
 

Kommentar(e)    

Gerhard (11.8.07 02:10)
Hallo Schlagloch!In Der Kindheit habe ich zweimal auf einem Bauernhof Urlaub gemacht. Edmund war ein Cousin meines Vaters. Im gleichen Ort war auch der Bruder meines Vaters verheiratet gwesen.
Es gab zwei kleine Bäche um den Hof, Wiesen. Ursprüngliches Land.
Abfall von dem Holzwerk lag rum und wir schnitzten uns allerlei schöne Dinge daraus.
Nachts, wenn es dunkel war, legte man sich ins Bett – sonst gab es nichts zu tun.
Ein Idyll wie aus einer anderen Welt – Jahrhunderte weit weg.
schlagloch
Hallo Gerhard!
Ich wurde auf einem Bergbauernhof geboren und habe dort ein Drittel meiner Lebenszeit gelebt. Ein Internetsurfer wurde über Google bei der Suche nach „Kühe mit der Hand melken“ auf meine Seite verwiesen. Hier mein Eintrag:

ANGESAUGTE . KUH
Wer das Bild „Angesaugte Kuh“ von Maria Lassnig betrachtet wird in dem unförmigen Körper, mit einem dicken Filzstift gezeichnet, eine Kuh erkennen können.
Das Bild entstand im Jahre 1988. Ratlos werden manche die metallenen Ausstülpungen betrachten welche den Kühen aufgesetzt sind. Nur wer selbst auf einem Bauernhof aufgewachsen ist, wird darin den Stutzen einer Melkmaschine erkennen. Die Kuh ist reduziert auf das Abbild eines Euter mit zwei Stutzen einer Melkmaschine.
Maria Lassnig wurde 1919 in Kappel am Krappfeld im Kärntner Unterland, einer von der Landwirtschaft geprägten Landschaft, geboren. In ihrer Jugendzeit sind die Kühe noch mit der Hand gemolken worden. Während meiner Kindheit wurden die Kühe bei uns am Bauernhof von Hand gemolken. Ich saß als Kind während des Melken auf einem Melkschemel neben dem Vater und horchte seinen Geschichten zu. Als Schüler erzählte ich dem Vater was wir in der Schule gelernt haben. Nach der Installation einer elektrischen Melkanlage hörte man im Kuhstall nur mehr die Geräusche der stampfenden und saugenden Melkmaschine. Mit den Gesprächen während des Melken war es vorbei.
Der Melkautomat. 12.8.05 21:16

Gruss schlagloch.

Die andere Seite der „Dorfidylle“ beschreibt Josef Winkler in seinen Romanen, wie „Menschenkind“ oder „Der Leibeigene“.

Mo / Website (11.8.07 18:43)
Auch ich entsinne mich in meiner Kindheit an einen Urlaub auf einem Bauernhof am Attersee. Für Großstadtkinder eine tolle und aufregende Erfahrung, insbes. die Geburt eines Kälbchens, bei der ich dabeisein durfte und das sogar nach mir benannt wurde.
Über die Strapazen und den Existenzkampf der Bauern habe ich mir damals natürlich keine Gedanken gemacht.Schönes Wochenende und liebe Grüße
Mo

Gerhard (14.8.07 00:59)
Hallo Schlagloch!Die „andere Seite“ ist mir auch ein Begriff – der Bauerssohn tat sich z.B. sehr schwer, eine Frau zu finden. Wer wollte schon in die Einöde ziehen, wo es ausser Arbeit nicht viel gab.
Ich glaube, er hat nicht reüssiert.

In letzter Zeit ist es passiert, daß ich von dem Ort mal träumte. Vermutlich „sieht er aber völlig anders aus“ als ich in Erinnerung habe. Der Bauernhof nebst Mühle soll erheblich umgebaut worden sein. Die Eigentümer leben auch nicht mehr. Der Bauernsohn ist sehr früh gestorben.
Gruß
Gerhard

KATZEN . TOD

In der Sommerzeit sind mehr Fahrzeuge auf den Straßen unterwegs als zu anderen Jahreszeiten und auch bei der Geschwindigkeit wird zugelegt. Zum Autoverkehr kommen in verstärktem maßen die Motorräder und die Fahrräder. Für den Autolenker gilt höchste Aufmerksamkeit. Sie sind keine Verkehrsteilnehmer, aber in der warmen Jahreszeit überqueren viele Tiere die Hauptverkehrsverbindungen. Dabei werden sie von Autos erfasst und getötet. Besonders häufig sieht man überfahrene Katzen und Igel auf den Fahrbahnen liegen. Die wenigsten Autofahrer machen sich die  Mühe das überfahrene Tier an den Straßenrand zu legen, wo es dann von der Straßenverwaltung entsorgt wird. Die meisten toten Tiere bleiben auf der Strasse liegen und werden von nachkommenden Autos zu einem Fleischbrei geformt und dann plattgewalzt.
 
Wie viel Würde gebührt einem totem Tier und wie würdelos verhalten sich die Autofahrer. Die tote Katze wurde in einer Familie von den Kindern bis zur Oma gepflegt und gestreichelt. Die Katze hatte ihre Lieblingsplätze in der Wohnung, auf einer Ecke von der Wohnzimmerbank, auf einer Decke hinter dem Vorhang oder unter dem Schuhschrank. Heute wartet jemand vergeblich, dass sich die Katze zu seinen Füssen legen wird, während er in einem Buch liest.
 
Der  würdelose Tod.
 

Kommentar(e)    

petros / Website (8.8.07 06:37)
Gelesen.LG
Petros
Gerhard (8.8.07 09:09)
Der würdelose Tod.
Damit verbinde ich das Sterben manch alter oder einsamer Menschen – die vielleicht niemand vermisst, deren Fehlen nicht auffällt, die keine Spuren hinterlassen zu haben scheinen.
Johanna / Website (8.8.07 13:29)
Oje, ich kenn das nur zu gut aus meiner Kindheit – immer wieder vor der Tür nachsehen, ob die Katze nicht doch wieder heimgekommen ist, vielleicht nur mal länger streunen war. Tage- oft wochenlang. Furchtbar! Ich weiß nicht mehr, wie viele unserer Katzen einfach so „verschwunden“ sind.Andererseits: Mit jeder neuen Katze, die wir uns zulegten, war die Tragödie schnell vergessen. Katzen sind ersetzbar. Menschen nicht.
schlagloch
Hallo Petros!
Danke für die „Lesebestätigung“.
Gruss schlagloch.
schlaglochHallo Gerhard!
Es ist eine Provokation, ein einseitiger Blick auf den Tod von Katzen im Strassenverkehr hinzuweisen, wenn man weiß, dass so viele Menschen einsam sterben, verhungern und getötet werden. Achtung gebührt allen Lebewesen.
Gruss schlagloch.
 

schlagloch
Hallo Johanna!
Verlust bedeutet Verlust. Stirbt eine Katze „leichter“ als ein Mensch.
Gruss schlagloch.

DAS . ENDE

„Wenn es stimmt, dass ein Ende ist, dass das Ende nah ist, aber warum seid ihr so nervös“, (Zitatende)  schreibt „weichensteller“  in seinem Blogbeitrag:http://weichensteller1.twoday.net/stories/3821338/
 
Das Jahr hat viele Endpunkte, das Tagesende, das Wochenende, den letzten Tag des Monats, den Wechsel der Jahreszeiten und die Festenden im Jahreskreis. Es gibt das Ende einer Produktionsserie, das letzte Stück von einem Sonderangebot, das Ende von einem Laib Brot. Der letzte Kunde, die letzte Zugverbindung nach Hause. Jeder Lebensabschnitt hat sein Ende und seinen Übergang. Das Ende vom Kindergartenjahr, das Ende der Schulzeit, das Ende der Berufsausbildung und das Ende vom Studium. Der Abschluss des Praktikums, der Abschluss eines Fortbildungsseminar. Die Fertigstellung des Eigenheimes, die Beendigung einer Beziehung, das Ende vom Berufsleben. Die Vorstellung, dass etwas zu Ende geht erzeugt Spannung, lässt viele unter Druck geraten. Es gibt einen Übergang zu etwas Neuem, ein Neubeginn folgt. Die meisten Übergänge kennen wir. Wir wissen aus unseren Erfahrungen, aus unseren Erlebnissen was uns beim Neubeginn erwartet. 
 
Von unserem leiblichen und seelischem Ende kennen wir den Übergang nicht, wir haben keine persönlichen Erfahrungen.
 
Warum seid ihr so nervös.

 

Kommentar(e)    

petros / Website (2.8.07 17:03)
Wieso nervös?
Ende gut alles gut!LG
Petros
orange / Website (2.8.07 21:05)
Hallo Schlagloch!
Du hast Recht – es gibt so viele „Enden“. Manche wünscht man sich herbei, um manche trauert man, viele nimmt man gar nicht bewusst wahr. Aber immer geht es irgendwie weiter! Die Hoffnung besteht allemal.
Das Ende aller Enden jedoch lässt Zweifel offen. Nicht einmal der stärkste Glaube kann darüber hinwegtäuschen.
… dann bleibt wohl nur mehr die Nervosität!
LG Isabella
Gerhard (3.8.07 00:26)
Beim Film sagt man: „Alles auf Anfang“ – So endet Günter Lamprechts Biografie.Soll heissen: Das Spiel geht von Neuem los.

Wir haben hier gewirkt, uns bemüht, gelacht, geweint, haben versucht, unseren eigenen Weg zu gehen. Irgendwann ist Schluß mit dieser Existenz, mit diesem „Sich verwirklichen“, die Person ausleben. Man hatte seine Chance – und eine neue Geschichte wird aufgerollt – ein endloser Garn.

schlagloch
Hallo Isabella!
Die alltäglichen Enden und Neuanfänge sind für den menschlichen Verstand verständlich, wenn auch manchmal schmerzlich. Das Lebensende und das Danach lässt viele Fragen offen. Kann man glauben lernen?
Gruss schlagloch.

schlaglochDies ist eine schöne Vorstellung, dass nach dem Lebensende alles wieder von Neuem beginnt. Aber woher hast du dieses Wissen?
Gruss schlagloch.

Mo / Website (3.8.07 15:41)
Wenn man den Menschen glauben kann, die von Nahtod-Erfahrunge berichten, gibt es eigentlich keinen Grund, sich zu fürchten. Die meisten erzählen von einem Schwebezustand, hellem Licht und großer Ruhe. Also eigentlich kein Grund, sich zu fürchten…

Aber vielleicht sind es ja die Predigten von der Hölle, die uns das Fürchten lehren. Und vielleicht die Tatsache, dass es etwas gibt, das wir mit unserem heutigen Wissen nicht erklären können. Ungewißheit ( ob, wo und wie es evtl weitergeht ) macht unsicher…

Schönes Wochenende
Mo

Gerhard (3.8.07 17:24)
Hallo Schlagloch,
ein Wissen ist es nicht. Ich bin da auch nicht erster Ansprechpartner.

Leute, die erfahren haben, daß das Ich eine Illusion ist, es quasi nur benötigt wird für das Behaupten und Funktionieren, berichten von einem kosmischen Verbundensein mit einem „Gesamtbewusstsein.“ Alles ist eins.
Irgendjemand von ihnen sagte, daß man als „Potenz“ ins Ganze eingehe und auch als solche Potenz dann eine „Wiedergeburt“ erfahre, aber nicht als DIE Person, die gegangen ist.

Irgendwie glaube ich auch, daß wir hier auf „Mission“ sind. Wir leben ein „Prinzip“ aus , nach fast festen Regeln, die uns garnicht bewusst sind. Dann geht das Spiel weiter, das „Prinzip“ wird weitergetragen.

Als Halbwissender schönen Gruß
Gerhard

orange / Website (3.8.07 18:22)
Hallo nochmal,
.. man kann verschiedene Thesen und Niederschriften lesen und auch lernen – aber den Glauben daran muss man fühlen und spüren können.
Dazu fallen mir die Litaneien ein – solange Phrasen wiederholen und verinnerlichen, bis sie in Fleisch und Blut übergehen. Nicht mal diese „Gehirnwäsche“ führt zwangsläufig zu bedingungslosem Glauben, auch keine Tradition und dgl.
Heute haben wir die Freiheit, das auch zuzugeben und den eigenen Weg und Glauben zu finden.

Der Glaube, dass es kein Ende gibt, ist doch der Kern der meisten (oder aller?) Konfessionen. Egal wie dieses „Weiterleben“ beschrieben wird, welches Schicksal uns nach dem Tod ereilt – ob wieder auf Erden, in Zwischenwelten oder im Rahmen einer Gesamtheitsbetrachtung. Endgültigkeit wollen wir nicht wahrhaben – und das ist auch gut so.

Dennoch – nicht mal die glaubwürdigsten Erzählungen nehmen den letzten Zweifel, aber sie lindern den Schmerz über einen Verlust oder die Ungewissheit über das eigene Verscheiden …

LG Isabella.

schlagloch
Hallo Gerhard!
In diesem Sommer hat mir eine Klosterschwester in einem geistlichem Gespräch gesagt, dass wir nach unserem Tod mit unserem „Ichbewußtsein“ im Jenseits aufwachen würden. Wir würden uns als Person erkennen und dort weiterleben. Wie wir im Jenseits leben würden und was wir dort machen würden, wusste sie auch nicht. Spannend wie ein Krimi, mit der eigenen Person als Darsteller
Gruss schlagloch

schlagloch
Hallo Mo!
Der Autor Raymond Moody hat in seinem Buch „Leben nach dem Tod“ als einer der Ersten von Menschen mit Nah-Tod-Erfahrungen berichtet. Sein Buch hat im Rowohlt Verlag bereits die 35. Auflage erreicht und ist lieferbar. Aber sind Nah-Toderfahrungen ein Blick in das Jenseits und wie sind diese Berichte zu deuten?
Gruss schlagloch.

Mo / Website (4.8.07 13:47)
Hallo Schlagloch,

es gibt auch im Netz unzählige Seiten, die sich mit dieser Thematik beschäftigen. An eine Deutung wage ich mich mangels Erfahrung nicht heran.
Ich glaube aber, dass es bei vielen Menschen ein „Bewußtsein“ für den bevorstehenden Tod gibt. Was dieses Gefühl oder Wissen ausmacht, vermag ich nicht zu erklären. Vielleicht ist das etwas sehr Individuelles…..

Schönes Wochenende
Mo

schlafmuetze / Website (5.8.07 23:09)
Hallo Schlagloch..
Für mich ist die Vorstellung, nach dem Tod „zu Gott zu gehen“, ins Licht, das heißt, an einem schönen Ort geborgen zu sein, ziemlich beruhigend. Nicht für mich allein, sondern für uns,.. für meinem Mann, der nach 2 Jahren Krankheit gestorben ist… weil wir dort wieder zusammen sind.
Mir ist klar, das diese Vorstellung der Hoffnung entspringt, ihn wiedersehen zu dürfen, eine Hoffnung, die hilft mit dem Verlust „fertig“ zu werden.. die tröstlich ist.
Mein fester Glaube ist ein anderer, nämlich das unsere Energie wieder zur Natur in einem immerwährenden Kreislauf zurückfindet.
Wir werden´s sehen 😉


schlagloch
Hallo Schlafmütze!
Die meisten hoffen, dass es ein Weiterleben gibt. Die Vorstellungen sind verschieden, dies zeigt sich auch in den Kommentaren. Wir werden es „erleben“ ?
Gruss schlagloch.

HAUS . KLIMA

Wegen der hohen Energiepreise ist man bemüht den Energieverbrauch bei den Häusern gering zu halten und verbessert das Hausklima. Bei den Altbauten werden die Mauern mit Styroporplatten wärmeisoliert. Diese Baumassnahme wird durch Landes- und Bundesmittel gefördert. Zum Hausklima gehört auch wie sich die einzelnen Bewohner, die Hausparteien, miteinander umgehen. Ob sich die Hausbewohner gegenseitig grüßen und es nicht als Panne ansehen, wenn man sich im Stiegenhaus begegnet. Beim Verlassen der Wohnung die Wohnungstür geräuscharm schließt, nicht alle haben die selben Arbeitszeiten. Der Nachbar schläft noch. Auch wenn der Eingangsbereich und das Stiegenhaus regelmäßig von einer Putzfirma gereinigt wird, so ist es angebracht auf Sauberkeit zu achten. Es sollte einem selbst auffallen, dass der Fernseher oder das Radio zu laut ist und nicht die Beschwerde des Nachbarn abwarten. Der kommunikativste Ort in einem Mehrparteienhaus ist die Tiefgarage. Es braucht einige Zeit das Auto zu starten oder einzuparken. Dabei kommt es vor, dass man mit einem Mitbewohner der ebenfalls das Auto abstellt, zum Reden kommt. Weniger angenommen werden Einladungen für einen Besuch, dabei legt man zuviel Wert auf den äußere Rahmen. Dabei sollte das Gespräch den Mittelpunkt bilden. 

Die Klimakatastrophe.

 

Kommentar(e)    

Gerhard (26.7.07 13:39)
Man hat keine Zeit, garkeine Zeit…und der andere könnte ein „Zeiträuber“ sein.
Man erlebt sich getrennt vom anderen und will seine Ruh!
In.Ruhe.lassen.
orange / Website (26.7.07 14:07)
Hallo,
.. und bei uns gibt es noch nicht mal eine Tiefgarage zum Haus 😉
Die Wohnung ist ein Ort für den Rückzug aus dem Alltagsgeschehen, da können Nachbarn schon mal „lästig“ sein. Rücksichtnahme ist die andere Sache.
Trifft man mal auf einen dieser Sorte, beginnt der Tratsch über die anderen Nachbarn. Mehr verbindet offenbar nicht.
Lange habe ich nicht bemerkt, dass der Nachbar unter mir ausgezogen ist, diese Wohnung verkauft wurde… eigentlich doch traurig?!
Erinnert mich an einen Zeitungsartikel von letzter Woche – Nachbarn sollten „zusammen rücken“, vor allem ältere Leute haben Angst, zu vereinsamen, vergessen zu werden. Jüngere können ihre Kreise weiter ziehen…
LG Isabella.
schlagloch /
Hallo Gerhard!
„ZEITRÄUBER“ Dieses Wort solltest du dir schützen lassen. (Patent anmelden)
Gruss schlagloch.
schlagloch /
Hallo Isabella!
Das du nicht bemerkt hast, dass der Nachbar ausgezogen ist, ist eine „leichte Variante“ der Nachbarschaft. Es gibt Fälle, wo der Wohnungsnachbar monatelang tod in der Wohnung liegt und keiner bemerkt es. Eine WG für Senioren, eine gute Idee.
Gruss schlagloch.
Mo / Website (26.7.07 19:03)
Nachbarschaft ist, wenn dich der Nachbar schafft ;-)Ich habe mein Leben lang immer mit Nachbarn gelebt. Zu keinem gab es ein freundschaftliches Verhältnis mit gegenseitigen Besuchen. Aber sich im Treppenhaus zu grüßen, die Tür aufzuhalten oder jemandem beim Tütenschleppen behilflich zu sein, ist für mich selbstverständlich.

Nicht selbstverständlich ist gegenseitige Rücksichtnahme, aber warum sollte das im Treppenhaus anders sein, als im Rest des Lebens ?? 😉

Liebe Grüße
Mo

schlagloch /
Hallo Mo!
Wahrscheinlich benimmt man sich gegenüber Mitbewohnern in der Wohnanlage so, wie man sich sonst im Beruf oder im Leben benimmt. Der heutige Berufsalltag zeichnet sich nicht durch Rücksichtsnahme aus.
Gruss schlagloch.
schlafmuetze / Website (29.7.07 22:07)
Hallo Schlagloch 😉
Ich habe zu meinen Nachbarn immer gerne Kontakt gehabt und meine Erfahrungen mit Ihnen sind trotz zum Teil großerAltersunterschiede ziemlich gut.
Daraus sind teilweise sehr gute Freundschaften entstanden die das „Wegziehen“ schon seit Jahren überdauern 😉
Wichtig ist es meiner Meinung nach, den Menschen so zu nehmen, wie er ist. Dann kann man mit fast jedem auskommen.
Liebe Grüße 🙂

schlagloch /
Hallo Schlafmütze.
Den Menschen so zu nehmen wie er ist, ist ein guter Ansatz. Manchmal hat man andere Vorstellungen.
Gruss schlagloch.