TIEF:druck

Bei einer lang anhaltenden Regenperiode ist das Bedürfnis der Menschen nach Schönwetter groß. Am Morgen liest man in der Tageszeitung zuerst die Seite mit der Wettervorschau. Gespannt verfolgt man tagsüber die Nachrichten im Radio, besonders die Wetteraussichten für die nächsten Tage. Ähnlich ist es abends bei den Fernsehnachrichten. Die Wetterexperten versuchen täglich mit anderen Worten die Schlechtwetterfront zu erklären, mit dem Ergebnis, dass das Wetter weiter regnerisch bleibt. Sie schaffen es, einen blauen Streifen am Bildschirm aufleuchten zu lassen. Die Zuschauer wollen hören, dass sich das Wetter bessert. Die Nachrichtensprecher geraten unter Druck, der sich von den Wohnzimmern in das Nachrichtenstudio ausbreitet. Eines Tages wird der Druck so groß, dass ein plötzlicher Wetterumschwung angekündigt wird.  Die Ankündigung ähnelt mehr einer Wunderheilung,  als einer Wettervorhersage. Groß ist die Enttäuschung bei vielen Menschen, wenn es dann nicht so schön und warm ist, wie im Fernsehen angekündigt. 

Mittelmeertief.

(K)EIN:winter

Nach der Ankündigung in den Nachrichten, dass in den nächsten Tagen ergiebige Schneefälle zu erwarten sind äußern manche Kunden die Befürchtung, dass die Schneefälle das Ausmaß wie im Film „The Day After Tomorrow“ erreichen könnten. In diesem Katastrophenfilm kam es nach einem Temperatursturz im Atlantischen Ozean zu einer riesigen Flutwelle und die nördliche Halbkugel versank innerhalb weniger Wochen unter einer Hundertmeter dicken Schneedecke. Alles vereiste bei antarktischen Minusgraden innerhalb von Tagen. Der Klimatologe Jack Hall, welcher die westlichen Regierungen vor dieser Klimakatastrophe gewarnt hatte, begibt sich auf den Weg nach New York um seinen Sohn Sam aus den Schneemassen zu retten. Viele sahen in dem Film die Wettervorhersage für den Winter 2008.
 
Bitte einen Eislutscher.

VOR:frühling

Spaziert man über den Dorfplatz zum Bahnhof, dann kommt man bei einem stillgelegten Supermarkt vorbei. In den Schaufenstern hängen Plakate „Zu vermieten“, im ausgeräumten Verkaufsraum stehen einige leere Einkaufswagen. Vieles ist von der Außenwand abmontiert worden, neben dem Eingang steht eine zerbeulte Blechkiste für die Ablage der Zeitungen und Zeitschriften. Der aus der Halterung gerissene Müllbehälter ist übervoll. Auf der Rückseite führt eine Stiege in das Lager, diese ist ein Rückzugsort für Jugendliche, egal ob Winter oder Frühling. Die Wände sind mit Sprüchen besprüht und in der angrenzenden Wiese liegt viel Müll. Hier finden sich Flaschen von allen Getränkemarken, die Tüten von Knabbergebäck und die Hüllen von Süßigkeiten.  Dazwischen leere Zigarettenschachteln, zerrissene Jugendzeitschriften und Plastiktragtaschen. Bei jedem Wetter sitzen um die Mittagszeit ein paar Jugendliche auf dem Stiegenpodest.
 
Geht man die Geleise entlang, dann findet man neben den Schienen weggeworfene Plastikflaschen, die Verpackung von Wurstsemmeln, alte Zeitungen und Red Bull Dosen. Inmitten der Geleise liegt eine stachelige Kugel, die bei näherem Hinsehen ein zusammengerollter Igel ist. Er ist durch die frühlingshaften Temperaturen von über zehn Grad plus aus seinem Winterschlaf erwacht. Er hat den Rückweg in sein Winterquartier nicht geschafft, obwohl nirgendwo Schnee liegt. Die letzte frostige Nacht hat er nicht überlebt, er ist tot. Er wird zur Seite gerollt.
 
Frühlingserwachen. 
       
19.2.08 07:50
 
 

 2 Kommentar(e)    

Gerhard Manchmal deutet man Zeichen falsch…
Gruß
Gerhard
schlagloch Hallo Gerhard!
Wer hat welches Zeichen falsch gedeutet ? Welche Zeichen siehst du am Waggon.
Gruss schlagloch

HUMOR:punkt

Dieses Jahr erreicht der Fasching schon Ende Jänner einen Höhepunkt. Die kurze Faschingszeit wirkt bei vielen  wie ein Turbomotor. Sie haben bereits in den ersten Jännertagen nach passendem Faschingzubehör Ausschau gehalten und die ersten Faschingsbälle besucht. Die Proben für das Krippenspiel und für die Faschingssitzung fanden im Kulturhaus zur selben Zeit statt. Die einen können mit dem lustigen Treiben nichts anfangen, wohl auch nichts mit sich selbst. Die anderen arbeiten das ganze Jahr über für die Aufführung der Faschingsitzung. Sie sind das ganze Jahr in Faschingslaune. Einige machen eine feste Gaudi, die anderen versauern während der Party. Humor kann man nicht verordnen, obwohl ein Sprichwort sagt, „Humor ist die beste Medizin“ oder „Wer dreimal täglich lacht wird hundert Jahre alt“.
 
Arbeitet man in einem Gastlokal, Boutique oder in einem Supermarkt dann ist es an manchen Tagen unmöglich sich dem Faschingstrubel zu entziehen. Es gehört zum Arbeitsauftrag sich zu verkleiden und bei der Gaudi mitzumachen. Bei manchen Zwangsnarren spürt man als Gast oder Kunde, wie die Kostümierten unter ihrer Verkleidung leiden.
 
Humor ist, wenn man trotzdem lacht.  
29.1.08 18:21
 
 

 4 Kommentar(e)   

Gerhard
Hallo Schlagloch!Ich kenn‘ mich mit Fasching speziell nicht aus, kann mir aber vorstellen, daß es dauerhaft Spaß macht, da mitzumachen.
Etwas Ähnliches ist sicher auch die Teilnahme an der Loveparade oder der Besuch einer Ü30-Party.
Freude und Ausgelassenheit ist was Schönes!
So treffe ich fast jeden Tag an der Bushaltestelle jemanden, mit dem es zu Scherzen kommt und mit dem ich herzhaft lachen kann.

Gruß
Gerhard

schlagloch /
Hall0 Gerhard!Beim Bus zu scherzen, da fängt der Tag gut an. Oft sieht man in der Früh in den Bussen nur verschlossene Gesichter. Lei Drei.

Gruss schlagloch.

Gerhard Hallo Schlagloch!

Lei Drei??? Ist das kärntnerisach?

Ne, bei mir fängts gut an. Und abends beim Heimfahren, da treff ich grad diese Leut‘, mit denen ein Schabernack möglich ist. Mich wunderts fast, wie schnell wir immer wieder ins Lachen kommen.
Eingespielter Humor – so lässt es sich trefflich leben!

Gruß
Gerhard


schlagloch
Hallo Gerhard!
Der bekannteste Faschingsruf von Kärnten ist „Lei Lei“ heist soviel wie „Lei Lossn“. „Lei Drei“ verweist auf das Länderdreieck “ Kärnten-Friaul-Slowenien“. Fast jede Gemeinde hat seinen eigenen Faschingsruf. Aber wer versteht schon Kärnten.
Gruss schlagloch.