DER . FÜRST

Viele gehen noch bekleidet mit einem Kurzarmhemd über den Villacher Hauptplatz und im Freien sitzen die Leute bei einer Tasse Kaffe. Die Diskussionen über die kommende Nationalratswahl lassen das Blut der Pensionisten in Wallung geraten und aus den Augen blitzt es. Am späten Vormittag schlendern die Schülerinnen bauchfrei in Richtung Bahnhof. In einer Ecke des Hauptplatzes steht heute zum erstenmal der Maronibrater. Im Schaukasten der Stadtgemeinde wirbt ein Plakat für die Altstadtoffensive. Hier gehen die Menschen vorbei um einen Blick auf die Samonig Schaufenster zu werfen oder in das Kaufhaus einkaufen zu gehen. Es sind dies die letzten Monate bevor das Kaufhaus, wie es viele seit Generationen kennen, schließt.
 
„Schöner Schreiben und Schenken mit Pelikan, für Muttertag, Vatertag, Hochzeit und Erstkommunion“ steht auf einem Plakat im Schaufenster der Papierhandlung am Hauptplatz. Vor dem Geschäft reiht sich ein Billettständer nach dem Anderem, dazwischen ein Ansichtskartenständer. Hier bleiben die Leute stehen und reden über die Meldung in der Zeitung, dass auch dieses Geschäft in ein paar Monaten zusperren wird. Von der anderen Platzseite strömt der Duft der Globalisierung aus der Douglas Parfümerie und verzaubert die Besucher der Innenstadt. Es reichen sich die Hände:
&H&M&Cecil&Fielmann&Gazelle&Hartlauer&Intissimo&
Niedermayer&Piba&Bonita&
 
Der Fürst ist schon gegangen.
 

28.9.06 10:19 verlinken / kommentieren

 

WIR . SIND . WIR

Wer sind wir? Oft weiß man selbst nicht, wer man ist. Einmal ist man in der Rolle eines Autofahrers, welcher zur Arbeit fährt oder Waren ausliefert, ein anderes mal besorgt man Einkäufe und bringt sie mit dem Auto nach Hause. Am freiem Samstag ist man mit dem Rad auf dem Drauradweg von Villach nach Rossegg unterwegs und sieht dabei den Leuten auf den Äckern beim Kartoffelgraben und Aufklauben zu. Die steilen Felswände des Mittagskogels, die aschgrau sind, werden studiert. Sie sind nicht so rötlich wie die  Abbruchstellen des Dobratsches. Über der Drauschleife erhebt sich das Kloster Wernberg und der Blick geht, über den Kirchturm hinaus, in das Jenseitige. Manches mal streift einem das Lächeln eines Vorbeiradelnden. Wer bin ich ?
 
Auf dem Freizeitpark in Stadtnähe spielen Kinder und Jugendliche mit verschiedener Hautfarbe und unterschiedlichem Aussehen miteinander. Die einen laufen dem Fußball nach, andere zeigen auf dem Skateboard ihr Können oder spielen Volleyball. Mehrere Kinder sitzen im Gras und spielen auf ihrem Computer oder versenden auf ihrem Handy SMS.  Ältere Männer genießen auf einer Bank den schönen Tag  und schauen den jungen Müttern, die mit ihren Kleinkindern in der Sonne spazieren gehen, nach. Wo sind wir.
 
Am Montag ist man wieder an der Arbeitsstelle und hilft einer gutgelaunten Frau eine passende Strickweste mit dazupassendem Hemd für ihren Mann zu finden. In einer gefälligen Farbe für den Winter. Neben der Herbstware ist schon Platz für die erste Winterkollektion. Warum sind wir hier.
 
Grüßen und lächeln.

25.9.06 08:48 verlinken / 3 Kommentare / kommentieren

 

GLAS . HAUS

Wer Erfahrungen als kleiner Handelsbetrieb hat weiß, wie schnell jede Veränderung in der Umgebung des Geschäftes, sei es die Verlegung einer Bushaltestelle oder die Schließung einer Fabrik, sich auf den Umsatz auswirkt. Eine vielgelobte Form der Verkehrsberuhigung in den Städten, die Schaffung von Fußgängerzonen, hat schon manches kleine Handelsgeschäft mit seiner Schließung bezahlt. Der heutige Kunde/in ist mobil, das heißt, er geht beim Einkaufen nicht gerne zu Fuß und will bis vor die Geschäftstür mit dem Auto fahren. Dieser Faktor, der Mobilität, hat die Großmärkte auf der grünen Wiese vor den Städten groß und größer gemacht. Wer gehofft hat, dass die hohen Benzinpreise eine Änderung bringen werden, wurde eines Besseren belehrt. Manches mal sind verschiedene Trends und Entwicklungen unumkehrbar.
Zu den schlimmsten Situationen gehören Baumassnahmen in der Umgebung von einem Handelsbetrieb, wie die Sanierung einer Strasse oder die Errichtung von einem Neubau der eine Straßensperre nötig macht, sodass es den Kunden nur unter Schwierigkeiten möglich ist das Geschäft zu erreichen. In diesen Fällen sinken die Umsätze in kurzer Zeit und bedrohen die Existenz. So ist es verständlich, wenn die betroffenen Unternehmer versuchen von den öffentlichen Stellen einen Zuschuss zur Miete, oder vom Vermieter der Lokale einen Senkung des Mietzinses zu erreichen. Unchristlich finde ich es, wenn sich die Kirche als Vermieter weigert den Mietzins zu senken.  Nebenan in der Kirche wird  von der Hilfsbereitschaft für den Nächsten gepredigt.
 
Wer ohne Schuld ist, werfe den ersten Stein.    

21.9.06 18:19 verlinken / 6 Kommentare / kommentieren

 

KOPF . BAUCH

Ich steige in Villach in einen Intercity Zug ein. Nachdem ich Platz genommen habe und der Zug abfährt, blicke im mich im Zugabteil ein wenig um. Mich interessiert, wer noch in diesem Zugabteil sitzt. Zwei Drittel der Plätze werden von einer Jugendgruppe eingenommen. Die Jugendlichen gehören, den verschiedenen Hautfarben nach zu schließen, zu verschiedenen Nationen. Darunter befinden sich auch Mädchen mit einem Kopftuch, wie sie der Islam vorschreibt. Die Jugendlichen werden nie laut, noch laufen oder raufen sie im Zugabteil. Der Umgang untereinander ist sehr höflich. Alle Flaschen und Verpackungsmaterialien werden ordentlich in den Müllbehältern entsorgt. In meinem Blickwinkel sitzt eine Leiterin der Gruppe. Sie ist mit einem weißem Kopftuch, weißer Bluse, weißer Hose und einer blauen Jacke bekleidet. Zwischen der Muslimin und einigen Jugendlichen kommt es zu einem Gespräch über das Kopftuchtragen. Sie verweist darauf, dass in der christlichen Kirche viele Ordensschwestern ein Kopftuch tragen, ein Leben ohne Familie, Mann und Sex führen und niemand nimmt daran Anstoß. Eine muslimische Frau entscheidet sich freiwillig für das Kopftuch und führt ein erfülltes Ehe- und Familienleben. Trotzdem nehmen manche Leute Anstoß am Kopftuch.

 
Im nächstem Bahnhof steigt ein junges Pärchen zu. Das Mädchen trägt ein Top. Die Schultern und der Bauch sind frei. Sie umarmen und küssen sich.

 
Kopftuch oder Bauchfrei.

  

19.9.06 09:30 verlinken / 1 Kommentar / kommentieren
HERBST . ZEIT

In den vergangenen Tagen wurden noch Temperaturen von über 30 Grad gemessen. In Villach gab es mit 31,7 Grad ein Höchstwert für den September. Trotzdem sieht man die ersten Anzeichen für den Herbst. Auf den Feldern liegt das gemähte Gras, es ist viel weniger als im Sommer, zum Trocknen. Das Grün der Blätter an den Bäumen wird dunkler und die Ebereschen mit ihren roten Beeren heben sich von allen anderen Bäumen und Sträuchern ab. Nach der großen Hitze in diesem Jahr sieht man viele dürre Nadelbäume in der Schütt, entlang der Gail. Zwischen den grünen Blättern leuchten die blauen Zwetschken und roten Äpfel hervor. Die Schmetterlinge werden weniger und auf den abgemähten Wiesen weiden die Kühe um das letzte Gras zu fressen. Auf einer Weide, nahe der Ortschaft Oberschütt, grasen sechs junge Kälber mit ihren Mutterkühen. Wer selbst erlebt hat, wie viel Freude die Geburt eines gesunden Kalbes auf einem Bauernhof auslöst, weiß um das Glück, wenn man sechs Kälber großziehen kann. Das ist ein gutes Jahr.
 
Jetzt ist Erntezeit auf den Feldern, Äckern und im Obstgarten. Es ist auch die Erntezeit für das Leben, dabei die Sonne noch einmal zu genießen.  An die schönen, aber auch traurigen Erlebnisse des Frühling und des Sommers zurückzudenken. Etwas von der Wärme des Sommers und die Freude über die schönen Erlebnisse in den Herbst und in den Winter mitnehmen. 
 
Herbstzeit des Leben.  

14.9.06 08:51 verlinken / 7 Kommentare / kommentieren

 

KAMPUSCH . OE 1

Durch das ORF- Live Interview mit Natascha Kampusch ist unsere Neugier gestillt worden. Wir wissen jetzt  mehr über sie und ihre Leben seit ihrer Entführung bis zu ihrer Flucht. Überrascht hat viele, wie sprachgewandt sich N. K. ausgedrückt hat, und woher ihre Bildung kommt. In einer Zeitung habe ich die kurze Notiz gelesen, dass sie viel Radio und im speziellem OE1 gehört hat, den Kultursender vom ORF. OE1 verschont seine HörerInnen  mit billigen Inhalten und belanglosem Moderatoren Gequatsche. Bevor dieses Interview gesendet wurde, habe ich die Meinung vertreten, dass uns nicht eine hilflose Jugendliche gegenübertreten wird, sondern eine erwachsene Frau.
 
Die Abstinenz von der Welt, zumindest was die Gesellschaft für die Welt hält, schadet niemanden. Isolation ist eine gute Schule für den Geist, der die Sinne schärft, natürlich auf freiwilliger Basis. Umso mehr besteht jetzt die Gefahr, dass Natascha Kampusch von den Medien in die Weltöffentlichkeit gezerrt wird.
 
OE1 bildet.
 
 
 
 
     
 
 

11.9.06 12:16 verlinken / 2 Kommentare / kommentieren

 

VOLL . MOND

Die untergehende Sonne färbt den Mittagskogel karminrot. Dann wird er zu einem dunklen Quader, welcher in den dunkelblauen Abendhimmel ragt. Der Mond kommt links vom Mittagskogel als gelbe Sichel hinter einer Wolke hervor, von Minute zu Minute wird er größer, bis er als runde Scheibe am Himmel steht. Er ist so kräftig gelb, dass man nach der Sonnenbrille greift. Der Verkehr auf der Tangente wird ruhiger, die Fenster der angrenzenden Häuser bleiben dunkel. In der Nähe hört man ein Kind weinen und die Geräusche vom Öffnen einer Balkontür. Leises Gemurmel in der Nachbarschaft, niemand wagt seine Stimme zu erheben. Der Mond steht jetzt über dem Mittagskogel und leuchtet den Balkon aus. Die Schatten der Gräser und Rosensträucher sind auf der Mauer zu sehen. Im Ort Heulen die Hunde. Ein Mopedfahrer dreht seine Runde. Es wird immer stiller, die Katzen kriechen unter die Liegestühle, um im nächsten Augenblick hervorzuschießen und einem Nachtfalter hinterher zujagen.
 
Das Jaulen der Hunde hört auf, das Kind ist eingeschlafen. Der Mond ist weitergewandert und verschwindet langsam hinter einer Wolke. Da heult die Sirene und zwei Feuerwehrauto fahren mit Blaulicht und Folgetonhorn durch die Nacht. Im Haus hört man Schritte.
 
Vollmond ist.

7.9.06 16:56 verlinken / kommentieren

 

BESUCH . SONNTAG

Über die geometrische Marmorskulptur am Vorplatz des Seniorenheim rinnt das Wasser. Die Blumenbeete sind kreisförmig angelegt und neben dem Weg zum Eingang blühen gelbe, rosarote, weiße und karminrote  Rosen. In der  Eingangshalle bewundert man die schönen Glastüren die in den Aufenthaltsraum und in das Cafe führen. An vielen Stellen stehen Blumentöpfe und die stilvollen Sesseln laden zum Niedersitzen und Entspannen ein. Diese geschmackvolle Einrichtung hätte man gerne in der eigenen Wohnung.
 
Wenn man im Rollstuhl sitzt und das Seniorenheim nur mit einem Besuch oder mit einer Betreuerin verlassen kann, dann wird die Schönheit der Anlage zu einem Alptraum. Den Besucher fragt man, welcher Tag heute ist, weil das Gestern, Heute und Morgen immer das Selbe ist. Bei der Auskunft, dass heute Sonntag ist, erschrickt man. Sie hat dies gar nicht gewusst und hätte für diesen Tag etwas Schöneres angezogen. Jeder Tag verläuft im Seniorenheim gleich, außer es kommt der Pfarrer.
 
Beim Sonntagstisch.

4.9.06 14:09 verlinken / kommentieren

SISSI

Seit Anita vor achtzehn Jahren in das Haus an der Fernstraße eingezogen war, hat der Autoverkehr stark zugenommen. Ein kleiner Vorgarten und eine hüfthohe Hecke trennen das Haus von der Fahrbahn. Immer weniger Sträucher werden im Frühjahr grün und sie verlieren bereits im Sommer die Blätter. Zurück bleibt eine Hecke aus dürren Ästen. Der Fahrtwind schleudert den Split und die Sägespäne auf den Rasen im Vorgarten. Auf den Fensterbänken ihrer Wohnung im Erdgeschoss liegt ein Gemisch aus Öl, Rußpartikel und Staub. Wenn es schneit, ist der Schnee nach wenigen Tagen grauschwarz. Beim Kochen spürt sie hinter dem Küchenstore die Blicke der Fernfahrer auf ihrem Gesicht. Fährt ein LKW knapp an der Hecke vorbei, tritt sie instinktiv ein paar Schritte zurück. Die Gespräche mit ihrem Freund Bruno beim Mittagessen werden oft durch die Geräusche der Sattelschlepper unterbrochen. Er zieht sich auf die Bank hinter dem Haus zurück. Das Haus gehört seiner Mutter, die im Obergeschoss wohnt. Die überladenen LkW bringen den Boden zum Zittern. Die Erschütterungen spürt man in der Wohnung beim Sitzen, beim Liegen im Bett und sie lassen sie abends lange nicht einschlafen. In ihren Träumen kehrt  eine Situation immer wieder: Ein LKW kommt in das Schleudern, fährt auf das Küchenfenster zu, durchbricht die Hausmauer und landet in der Küche. Sie ist zwischen Motorblock und Wohnzimmerwand eingeklemmt, der Fahrer beugt sich aus dem Autofenster und verlangt von ihr einen Kaffee.  
 
Der Tag beginnt mit einer Lkw-Lawine. Anita wird von einem Grollen, einem hohem Pfeifton und dem ununterbrochenem Klappern eines Kanaldeckels aus dem Schlaf gerissen. Ohne auf den Radiowecker zu blicken weis sie, dass es fünf Uhr ist, Bruno sich im Bett umdrehen und ihr den Rücken zuwenden wird. Er wird die Bettdecke über seinen Kopf ziehen und weiterschlafen. Auch an Tagen mit LKW- Fahrverbot  wird sie um die selbe Zeit wach, es ist ihr nicht möglich durchzuschlafen. Sie bleibt im Bett liegen, bis um sechs Uhr die Werkssirene in der naheliegenden Spannplattenfabrik den Schichtwechsel ankündigt. Nach dem Verstummen der Sirene beginnen ihre Katzen an der Schlafzimmertür zu kratzen. Anita erhebt sich, schlüpft in den grünen Morgenmantel und geht, ohne einen Blick auf Bruno zu werfen, aus dem Zimmer. Vor der Schlafzimmertür wird sie von den drei Katzen mit hochgestellten Schwänzen begrüßt. Die Katzen laufen durch die Diele in die Küche, wo sie das Dosenfutter erhalten. Anita bückt sich, streicht ihnen mehrmals über das Fell und lobt sie. Nach der Fütterung beginnt sie ihre Morgentoilette. Beim Frühstück legt die Katze Sissi ihren Kopf und ihre Vorderpfoten auf ihre Oberschenkel. Bei der ersten Berührung durch ihre Hand beginnt sie leise zu schnurren. Um halb acht Uhr verlässt Anita die Wohnung um ihren Halbtagsjob in der Annahmestelle einer Kleiderreinigung anzutreten. Vor dem Verlassen des Hauses kontrolliert sie, ob alle Fenster und Türen geschlossen sind.
 
Kommt Anita zu Mittag nach Hause, ist Bruno bereits aufgestanden und hat sich für seinen Nachmittagsdienst als Kellner im Burgcafe zurechtgemacht. Sie wärmt das vorgekochte Mittagessen auf. Bruno deckt den Tisch. Im Obergeschoss öffnet sich eine Tür und Brunos Mutter erkundigt sich, was es heute zum Essen gibt, bevor sie die Stiege herunterkommt. Seitdem sie unter einer Katzenallergie leidet, verlässt sie die Wohnung im Obergeschoss ungern. Die Küchentüre bleibt  während des Essen geschlossen, damit keine Katze in die Nähe der Mutter kommt. Durch das Küchenfenster sieht man, das ein Auto nach dem anderem wie ein Film vorbeirast, in der Küche läuft dazu der Ton ab. Sie erheben sich vom Küchentisch. Die Mutter  geht in ihre Wohnung zurück, der Sohn verlässt das Haus und geht zur Arbeit.
 
Als Anita aus dem Küchenfenster blickt und ihre Katze Sissi ausgestreckt neben einer Blutspur auf der Strasse liegen sieht, beschließt sie, aus dem Haus an der Fernstraße wegzuziehen.

 

Hallo Schlagloch,
gut beobachtet, gut beschrieben, gut geschrieben, wie wir Autoren sagen und eigentlich die einzige Möglichkeit für die Figur, der Misere zu entfliehen – Auszug.
Herzliche Grüße gen Niederösterreich
Buchfinder

schlagloch
Hallo Georg!
Es freut mich, daß du Zeit hattest, die Geschichte zu lesen. Im Internet sagt man, ist man immer auf „dem Sprung“, von einer Webseite zur Nächsten. Man widmet sich einer Webseite gerade zehn Sekunden lang. Aus diesem Grund habe ich gezögert die Geschichte in mein Blog zu stellen.
Gruss schlagloch.
Rosenherz (13.8.06 18:17)
Hallo Schlagloch!

Ja, oft sind es nur wenige Sekunden, die sich ein Leser, eine Leserin auf einer Seite aufhält. Ich habe mich entschieden, weniger Seiten aufzusuchen und länger dort zu verweilen. Das fühlt sich gut an.
Liebe Grüße
Rosenherz

schlagloch /
Hallo Rosenherz,
oft vergeht die Zeit im Internet sehr schnell, man verliert sich in der Fülle.
Gruss schlagloch.
Windrider (5.12.06 15:43)
Hallo Schlagloch,
danke für dein Mitgefühl in meinem Blog – ich wäre froh gewesen, wenn aus meinem Benny eine Wohnungskatze hätte werden können. So mußte er früh sterben – grüß‘ mir deine lieben Katzen!
viele liebe Grüße Windrider
schlagloch /
Hallo Windrider,
ich weiß nicht was die Katzen mehr schätzen würden, die Freiheit der Natur oder die Sicherheit der Wohnung. Wobei sich unsere Katzen in den Loggien frei bewegen können. Ich hoffe du erholst dich von deinem Schmerz.
Gruss schlagloch.
jary / Website (1.12.07 09:03)
jim jarmusch in worten… jedenfalls beim ersten mal lesen und von der stimmung her. gefällt mir. wer öfters vorbeischaun…

schlagloch / Hallo Jary!

Ich musste zuerst nachsehen wer Jim Jarmusch ist. Danke für den Besuch und für die Verlinkung. Ich werde ein „Auge“ auf deinen Blog werfen.
Gruss schlagloch.

IRGENDWO . HIN

Aus der großen, weißen Plastiktragtasche schaut ein Gummistiefel hervor. „Wir gehen zu Samonig“, steht auf der Einkaufstasche die als Reisetasche für die Schuhe verwendet wird.  Auf dem Bahnsteig in Villach läuft ein junges Mädchen von einer Bank zu nächsten, während die jungen Eltern sich voneinander verabschieden und sich dabei immer fester umklammern. Der Mann ist seinen Handbewegungen nach nicht der Vater und das Mädchen versucht sich dazwischen zu drängen. Sie verlangt von der Mutter immer wieder, dass sie ihr eine Rolle Kekse aus dem Süßwarenautomat besorgt. Die Mutter weigert sich dafür einen Euro auszugeben. Kurz vor der Ankunft des Zuges nimmt sie eine Rolle Keks aus ihrer Handtasche und gibt sie ihrer Tochter.
 
Am Bahnsteig warten Radfahrer, Senioren mit Nordic Walking Stöcken, Jugendliche mit einem Rucksack und Geschäftsreisende mit dem Laptop. Bei der Einfahrt des Zuges schauen alle in die selbe Richtung.
 
Irgendwohin fahren.     

31.8.06 12:50 verlinken / kommentieren

 

BE . WEGLICHKEIT

Am Himmel sind dunkle und helle Wolken in verschiedenen Größen und Formen.  Ovale, sechseckige und übereinandergeschichtete Wolken. Für kurze Zeit scheint am Morgen die Sonne, dann wird sie von einer Wolke verdeckt. Der Junghase bleibt in der Mitte vom Fahrradweg stehen und verschwindet beim nächstem Pedaltritt mit einem Sprung in der Wiese. Dann sind die spitzen Ohren zwischen den Grashalmen zu sehen. Zwischen den Nadelbäumen blitzen verschiedene Farben auf, blau, orange, silber, hellgrün, rot  das ganze Spektrum der Farben und verschwinden wieder. Zurück bleibt ein gleichmäßiges Rauschen, einmal drückt es auf das Ohr, ein andermal betäubt es den Kopf. Für einige Flügelschläge ist es ruhig und das Plätschern der Gail ist zu hören. Niemand hört ihr zu.
 
Hier, in Federaun, kreuzen sich auf verschiedenem Niveau die Bundesstrasse, die B83, die Südautobahn, die A2, die Eisenbahn, die Südbahn, die Schütter Landesstrasse, der Fluss, die Gail und der Fahrradweg R3. Überall bewegt man sich mit verschiedenen Geschwindigkeiten, alle sind mobil. Als Radfahrer hat man die Möglichkeit die Landschaft, die Häuser und den Verkehr neben dem Radweg zu beobachten.
 
Im ersten Stock eines Hauses, dessen Fassade schon viele Flecken aufweist und der Verputz teilweise von der Mauer abgebrochen ist, sitzt eine Frau im Rollstuhl am Fenster und schaut auf den Urlauber- und Schwerverkehr auf der Autobahn, die vor dem Fenster vorbeiführt. Die Fensterrahmen sind von der Sonne schwarz gebrannt, vor ihrem Fenster hängt ein Blumenkistchen mit roten Geranien. Sie ist am Ende ihrer Beweglichkeit angekommen.
 
Behindertengerecht.     

28.8.06 16:32 verlinken / 2 Kommentare / kommentieren

 

NACH . MITTAG

Im Montafon kehrt der Bauer, bekleidet mit einer Lederbundhose, von der Arbeit in das Haus zurück. Er geht durch den Garten, wo jetzt, Mitte August, die  Preiselbeeren reifen. Er blickt auf die kurz gemähten Bergwiesen neben dem Stall. Dort sind die Sommergäste beim Golfspielen. Auf der anderen Seite der Silvretta Hochalpenstraße grasen weiße und braune Pferde. Der weiße Hengst ist beim Brunzen und hat seinen Schwanz in voller Länge und Größe ausgefahren. Die Damen, welche vor dem Golfclubhaus bei einer Tasse Kaffee sitzen, blicken mit Bewunderung zum Hengst. Die Bäuerin öffnet die Stalltür und treibt sechs Ziegen auf die Weide.
 
Einen schönen Nachmittag.

24.8.06 16:37 verlinken / 3 Kommentare / kommentieren

 

TODT – ARBEITER

Auf einer Schautafel im Park des Schlosses Duino steht, dass die Stollen im Schlosspark von Todt – Arbeiter gebaut wurden. Gemeint sind Zwangsarbeiter während des 2. Weltkrieges. Das Wort Todt – Arbeiter trifft das Los der Zwangsarbeiter genau. 

Das die Sichtweise über die Zeit des Nationalsozialismus ganz unterschiedlich ist, kann man erfahren, wenn man mit Menschen der Kriegsgeneration in das Gespräch kommt. Wir, die Nachkriegsgeneration, würden viel zu schnell urteilen und verurteilen, ohne selbst diese Zeit erlebt zu haben. „Man muss die dreißiger Jahre erlebt haben, um urteilen zu können, meinte ein Zeitzeuge. Es zogen viele Zigeuner, Bettler und Musikanten durch die Ortschaften des Unteren Gailtales. Sie spielten vor den Häusern für ein Stück Brot oder zehn Groschen. Es herrschte soviel Armut und Arbeitslosigkeit. Nach dem Einmarsch Hitlers in Österreich haben alle Arbeit bekommen, ein wirtschaftlicher Aufschwung hat eingesetzt. Die Bettler und die Zigeuner sind von der Straße verschwunden. Man sollte diese schönen Seiten von der NS-Zeit sehen und nicht sofort vom Krieg und von der Judenverfolgung sprechen“.
 Heute sollte jeder wissen, wohin die Zigeuner und die Bettler verschwunden sind, warum und wofür alle Arbeit gefunden haben, und weshalb es zum Wirtschaftsaufschwung gekommen ist.
 
Wo sind die Zigeuner geblieben.
 

21.8.06 18:16 verlinken / 2 Kommentare / kommentieren

 

SPRACH . LOS

Lese ich andere Blog dann sehe ich, dass man oft zu aktuellen Tagesereignissen Stellung nimmt. Verbunden wird der Beitag mit einem Link zu einer Tageszeitung oder Zeitschrift. Dabei kommen mir meine Einträge weltfremd, fern dem aktuellen Geschehen vor. Ich wäre überfordert zu jeder Spitzenmeldung des Tages einen Kommentar zu schreiben. Zum Bestechungsskandal bei der Polizei, zum Bankenskandal bei der Bawag und Hypobank, zum Krieg im Nahen Osten oder zu den Terroranschlägen. In den meisten Blog wird dazu etwas geschrieben, was schon bekannt ist. Manche Ereignisse sind für mich zu weit entfernt. Wir werden davon nicht berührt, obwohl man vom globalem Dorf spricht.
 
Die Spekulationsverluste bei der Bawag und die Deckungsversuche durch den ÖGB sind ein innenpolitisches Thema, dass Auswirkungen auf den Ausgang der Nationalratswahl am 1. Oktober haben wird. Daher ist es nicht zu spät, wenn ich dazu etwas einbringe. Hier wurden Milliarden Euro verspekuliert und die Spitzenmanager der Bawag und die Spitzenfunktionäre des ÖGB haben sich Luxusgehälter und Luxusvorteile aus ihren Positionen beschafft. Dabei sind Mitgliedsbeiträge von Gewerkschaftsmitgliedern, die unter schweren und mühsamen Arbeitsbedingungen leben, verwirtschaftet worden. Die Manager und Funktionäre haben sich von der Arbeitswelt einer Arbeiterin die im Akkord an einem Fließband arbeitet entfremdet. Sie können sich die Leistung eines Kfz Mechaniker, der unter Zeitvorgabe einen bestimmten Arbeitsvorgang durchführen muss nicht vorstellen. Der Monatsgehalt eines Arbeiter reicht bei den Spitzenmanager für einen Tag.
 
Ich bin sprachlos, wenn in Erwägung gezogen wurde, dem Vorstand der Hypo Bank, obwohl kein Vorstand mehr, den Gehalt für vier Jahre weiterzubezahlen. Dabei ist der Monatsgehalt so hoch wie der Jahresgehalt eines gut verdienenden höheren Angestellten.  Ein Vorstand sollte einmal in die Situation eines kleinen Gewerbe- oder Handelstreibenden mit einem zehn Stunden Tag, sechs Tage die Woche kommen. Dazu gibt es keine Garantie, ob es in den nächsten Monaten genug Aufträge und Arbeit geben wird.
 
Sprachlos.   

17.8.06 13:56 verlinken / 4 Kommentare / kommentieren

 

FERRA . GOSTA

In Italien werden die Tage in der Augustmitte als Ferragosta  bezeichnet, viele Firmen haben in dieser Zeit geschlossen. Der 15. August wird als Höhepunkt des Sommers überall mit Festessen, Tanzveranstaltungen und als Abschluss des Tages mit einem Feuerwerk gefeiert. Wer am 15. August in Venedig die Promenade am Meer in der Nähe des Markusplatz entlang spaziert wird feststellen, dass alle Anlegeplätze besetzt sind. Man sieht einfache Ruderboote genauso wie Luxusjachten. Überall wird gekocht, getanzt, und gesungen. Alle warten mit Spannung auf das große Feuerwerk am Abend zwischen dem Markusplatz und dem Lido.
 
In den letzten Jahren verbreitet sich ein wenig Ferragostastimmung auch in Kärnten, da viele italienische Familien die Tage in der Augustmitte für einen Kurzurlaub nützen. Für einige Tage sind die Parkplätze in Warmbad Villach von Autos mit blau-weiß-blauen Kennzeichen voll belegt. Im Erlebnisbad ist deutsch die Fremdsprache. Beim Mittagessen versammeln sich die Großeltern, die Kinder, die Enkel, die Tanten und der Onkel um den Tisch für ein geselliges Ereignis. Im Kurpark schiebt die Oma den Kinderwagen über den Kiesweg und der Rest der Familie folgt ihr plaudernd und lachend. Die modisch gekleideten Herrn schwingen in einer Hand die „Il Gazzetta dello Sport“ und die andere Hand hat das Handy am Ohr.  Beim Teich stellt sich die ganze Familie für ein Erinnerungsfoto auf.
 
Ferragosta in Kärnten.

14.8.06 12:38 verlinken / kommentieren
SISSI

Seit Anita vor achtzehn Jahren in das Haus an der Fernstraße eingezogen war, hat der Autoverkehr stark zugenommen. Ein kleiner Vorgarten und eine hüfthohe Hecke trennen das Haus von der Fahrbahn. Immer weniger Sträucher werden im Frühjahr grün und sie verlieren bereits im Sommer die Blätter. Zurück bleibt eine Hecke aus dürren Ästen. Der Fahrtwind schleudert den Split und die Sägespäne auf den Rasen im Vorgarten. Auf den Fensterbänken ihrer Wohnung im Erdgeschoss liegt ein Gemisch aus Öl, Rußpartikel und Staub. Wenn es schneit, ist der Schnee nach wenigen Tagen grauschwarz. Beim Kochen spürt sie hinter dem Küchenstore die Blicke der Fernfahrer auf ihrem Gesicht. Fährt ein LKW knapp an der Hecke vorbei, tritt sie instinktiv ein paar Schritte zurück. Die Gespräche mit ihrem Freund Bruno beim Mittagessen werden oft durch die Geräusche der Sattelschlepper unterbrochen. Er zieht sich auf die Bank hinter dem Haus zurück. Das Haus gehört seiner Mutter, die im Obergeschoss wohnt. Die überladenen LkW bringen den Boden zum Zittern. Die Erschütterungen spürt man in der Wohnung beim Sitzen, beim Liegen im Bett und sie lassen sie abends lange nicht einschlafen. In ihren Träumen kehrt  eine Situation immer wieder: Ein LKW kommt in das Schleudern, fährt auf das Küchenfenster zu, durchbricht die Hausmauer und landet in der Küche. Sie ist zwischen Motorblock und Wohnzimmerwand eingeklemmt, der Fahrer beugt sich aus dem Autofenster und verlangt von ihr einen Kaffee.  
 
Der Tag beginnt mit einer Lkw-Lawine. Anita wird von einem Grollen, einem hohem Pfeifton und dem ununterbrochenem Klappern eines Kanaldeckels aus dem Schlaf gerissen. Ohne auf den Radiowecker zu blicken weis sie, dass es fünf Uhr ist, Bruno sich im Bett umdrehen und ihr den Rücken zuwenden wird. Er wird die Bettdecke über seinen Kopf ziehen und weiterschlafen. Auch an Tagen mit LKW- Fahrverbot  wird sie um die selbe Zeit wach, es ist ihr nicht möglich durchzuschlafen. Sie bleibt im Bett liegen, bis um sechs Uhr die Werkssirene in der naheliegenden Spannplattenfabrik den Schichtwechsel ankündigt. Nach dem Verstummen der Sirene beginnen ihre Katzen an der Schlafzimmertür zu kratzen. Anita erhebt sich, schlüpft in den grünen Morgenmantel und geht, ohne einen Blick auf Bruno zu werfen, aus dem Zimmer. Vor der Schlafzimmertür wird sie von den drei Katzen mit hochgestellten Schwänzen begrüßt. Die Katzen laufen durch die Diele in die Küche, wo sie das Dosenfutter erhalten. Anita bückt sich, streicht ihnen mehrmals über das Fell und lobt sie. Nach der Fütterung beginnt sie ihre Morgentoilette. Beim Frühstück legt die Katze Sissi ihren Kopf und ihre Vorderpfoten auf ihre Oberschenkel. Bei der ersten Berührung durch ihre Hand beginnt sie leise zu schnurren. Um halb acht Uhr verlässt Anita die Wohnung um ihren Halbtagsjob in der Annahmestelle einer Kleiderreinigung anzutreten. Vor dem Verlassen des Hauses kontrolliert sie, ob alle Fenster und Türen geschlossen sind.
 
Kommt Anita zu Mittag nach Hause, ist Bruno bereits aufgestanden und hat sich für seinen Nachmittagsdienst als Kellner im Burgcafe zurechtgemacht. Sie wärmt das vorgekochte Mittagessen auf. Bruno deckt den Tisch. Im Obergeschoss öffnet sich eine Tür und Brunos Mutter erkundigt sich, was es heute zum Essen gibt, bevor sie die Stiege herunterkommt. Seitdem sie unter einer Katzenallergie leidet, verlässt sie die Wohnung im Obergeschoss ungern. Die Küchentüre bleibt  während des Essen geschlossen, damit keine Katze in die Nähe der Mutter kommt. Durch das Küchenfenster sieht man, das ein Auto nach dem anderem wie ein Film vorbeirast, in der Küche läuft dazu der Ton ab. Sie erheben sich vom Küchentisch. Die Mutter  geht in ihre Wohnung zurück, der Sohn verlässt das Haus und geht zur Arbeit.
 
Als Anita aus dem Küchenfenster blickt und ihre Katze Sissi ausgestreckt neben einer Blutspur auf der Strasse liegen sieht, beschließt sie, aus dem Haus an der Fernstraße wegzuziehen.

11.8.06 14:46 verlinken / 8 Kommentare / kommentieren

 

SCHLAGLOCH . SUCHE

Oft erzählt jemand, dass er auf der Suche nach sich selbst ist. Man weis nicht, wer man ist und wohin man will. Der Zweifel an sich selbst gehört zum menschlichem Leben. Nicht immer ist die Suche nach der eigenen Persönlichkeit abgeschlossen, es gibt Menschen die beenden das Leben als Suchende. Diese sind im Menschsein weitergekommen als diejenigen, welche die Suche frühzeitig abgebrochen haben, weil sie glauben, sich selbst gefunden zu haben.
 
Einen Monat lang war ich bei Google auf der Suche nach meinem Blog. Von der Suchmaschine Google wurde mein Blog „schlagloch“ nicht mehr nach Stichwörtern durchsucht.  Als Beispiel „Reimichlkalender“: Zu diesem Wort gibt es bei Google nur einen einzigen Eintrag und dieser bezieht sich auf mein Weblog. Auch wurde meine Webseite nicht mehr angezeigt. Ich habe mich durch Googleanleitungen und Hilfen für erfolgreiche Webseiten durchgeackert und verschiedenes umgesetzt, alles blieb ohne Erfolg. Ich hatte mich damit abgefunden, dass mein Blog  „schlagloch“ im Schlagloch der Googlesuchmaschine verschwunden ist.
 
Manchem wird das Weblog zur zweiten Identität, zum zweitem Leben. Ich beschreibe mein Weblog so: „Im Weblog erschaffe ich meine Welt neu. Jeder Eintrag im Weblog ist ein Eintrag über meine Umgebung und mich. Unsere erlebte Wirklichkeit ist eine Konstruktion unseres Gehirn“.
 
Ich bin da.
 

7.8.06 18:57 verlinken / 2 Kommentare / kommentieren

 

EIN . PARKEN

Es gibt keine Pflanze, kein Tier, dass ohne Intelligenz auskommt. Egal ob dies eine Blume, ein Baum, eine Schlange oder Katze ist. Uns selbst sprechen wir die größte Intelligenz zu. Zu den größten Fortschritten der menschlichen Entwicklung gehören die Sprache und die Schrift. Sich in der Natur zu  behaupten, sein Leben zu verteidigen und die notwendige Nahrung zu beschaffen, machen auch Pflanzen und Tiere. Die Verständigung mit Artgenossen durch Stimmen und ein soziales Netz findet sich bei vielen Lebewesen, ebenso das Weitergeben von Erfahrungen an die nächste Generation. Aber Informationen und Erfahrungen aufzuzeichnen über Jahrhunderte bzw. Jahrtausende ist nur dem Menschen möglich.
 
Heute spricht die Autoindustrie von der automobilen Intelligenz. Noch ist es dem  Durchschnittsauto nicht möglich einem Hindernis auszuweichen und jeder Autofahrer hat es schon erlebt, dass eine Mauer dem Auto eine Schramme zugefügt hat. Die automobile Intelligenz lässt beim Einparken viele Wünsche offen.
 
Fehlerfrei Einparken.

5.8.06 13:45 verlinken / kommentieren

 

BUCHS . BAUM

Immer öfter sieht man in größeren Blumentrögen oder in Gartenanlagen kunstvoll zugeschnittene Buchsbäume, als Herz, als Kugel, als Reh oder auch als Schwan. In der Kindheit stand ein großer Immergrünstrauch im Hof unseres Anwesen. Der Strauch wurde von allen gemieden. Der Immergrünstrauch hatte Bereitschaftsdienst unter den Sträuchern. Gab es einen Todesfall, egal ob im Sommer oder  Winter, wurden vom Immergrünstrauch Zweige abgebrochen und damit das Aufbahrungszimmer im Haus geschmückt. Damals wurden die Toten im Sterbehaus aufgebahrt. Am Fuße des Sarges stand eine Schüssel mit Weihwasser und darin ein Zweig Immergrün, mit dem man die Toten beim Ankommen besprengte. Der Immergrünstrauch war resistent gegen den kleinen Tod, den die übrigen Sträucher im Winter erfahren.
 
Kein Buchsbaum vor dem Schlafzimmer.
 
       

2.8.06 21:46 verlinken / 1 Kommentar / kommentieren

REISE . ZEIT

Die Sommermonate Juni, Juli und August sind die Hauptreisezeit. Während keiner anderen Zeit des Jahres sind die Straßen so überfüllt. Eine Verkehrslawine wälzt sich über die Tauernautobahn in den Süden, an die Strände der oberen Adria. Wer in dieser Zeit fährt hat es eilig und lässt sich nicht aufhalten. Bei der Fahrt durch Kärnten geht man vom Gaspedal nicht weg, außer man bekommt Hunger, muss auf die Toilette gehen oder der Treibstoff geht zu Ende. So überfüllt wie die Autobahnen sind in dieser Zeit auch die Autobahnraststätten. Immer wenn eine neue Autobahnraststätte geplant wird, wehklagen die Bestehenden, und prophezeien Umsatzeinbußen und Existenzgefahr. Die Autobahnen sind aus dem heutigem Verkehrsnetz nicht mehr wegzudenken.
 
In den sechziger, siebziger und achtziger Jahren ist der Autoverkehr nach Oberitalien durch die Ortschaften vor der italienischen Grenze gefahren. Er wurde zu einer zunehmenden Belastung für die Bevölkerung. Vom Durchzugsverkehr hat aber auch manche Ortschaft wirtschaftlich gelebt. Statt einer großen Autobahnraststätte wurden die Durchreisenden von vielen kleinen Tankstellen, Bäckern, Fleischhauern und Gasthäusern versorgt. Nachdem 1984 der letzte Abschnitt der Tauernautobahn vor der italienischen Staatsgrenze für den Verkehr freigegeben wurde, konnte man auf der Bundesstraße in Möselstein einige Tage lang Fußballspielen.
 
Ein Auto fährt durch.      

31.7.06 14:04 verlinken / 2 Kommentare / kommentieren

 

SOM . MER

Auch als Kind von der Sonnseite in Politzen ist es mir zu heiß, um von Möselstein durch den Hohlweg auf die Hochebene am Länderdreieck zu den Bienenstöcken zu gehen. Es ist Mittag und die Temperatur erreicht 37 Grad. Der kühlste Platz im Ort ist der Wasserfall, aber wegen der Verlegung einer Gaspipeline nicht erreichbar. Der Weg ist durch Felsgestein und Erdmaterial verlegt und eine Tafel warnt „Vorsicht  Steinschlag“. Am Hang fressen sich die Presslufthämmer in das Gestein. Ein Reh überquert im Lärm von Baggerschaufeln die Strasse. Der Bach versiegt vor der Kreuzkapelle, im Bachbett liegen graue Steine. Unter dem Altarraum rauscht kein Bach mehr durch, wie es in den Reiseführern beschrieben wird. Im 16. Jahrhundert wurde über dem Bach ein Kapelle errichtet. Auf der Bank neben der Kapelle spürt man die Kühle, welche der Wald und das Moos ausströmen. Hier ist noch Feuchtigkeit trotz langer Trockenheit gespeichert, die Klimaanlage für Möselstein. Auf der anderen Talseite werden die Dobratschfelsen von der Sonne aufgeheizt. Wer auf einem Felsen zu lange steht, verbrennt sich die Fußsohlen. Der Steinchristus schaut besorgt nach dem Himmel, wo die Regenwolken bleiben.
 
Es ist Sommer.        

29.7.06 08:09 verlinken / kommentieren

 

HITZE . FIEBER

Seit dem Klimawandel in den Alpen spüren wir im Sommer mehr von der Hitze als in den vergangenen Jahrzehnten. Dies ist eine Hitze die wir auf der Haut spüren. Es gibt aber  eine innere Hitze, ein Feuer das in unserem Kopf brennt. Ein Hitzefieber, ausgelöst  von schlechten Erlebnissen, von Schicksalschlägen oder Schockerlebnissen. Dieses Hitzefieber kann sich im ganzem Körper ausbreiten und zu deren Eindämmung braucht es viel Energie. Ein Feuer, das den Schweiss ausbrechen lässt, den Pulsschlag beschleunigt und den Atem wegnimmt.
Diesem Hitzefieber begegnet man mit einem Sonnenbad, wo die unreinen Gedanken von der Sonne verbrannt werden.

Der Sonnenanbeter.   

27.7.06 14:24 verlinken / 3 Kommentare / kommentieren

 

TROCKEN . HEIT

Die langanhaltende Hitze und das Ausbleiben von Regenfällen führt in südlichen Ländern zu Wassermangel und Dürreschäden. In den Alpenländern ist die Situation besser. Hier bilden die großen Waldgebiete und die Alpengletscher eine natürliche Wasserreserve. Die Substanz der Gletscher wird durch die Erwärmung der letzten Jahre angegriffen. Das die Gletscher stark geschrumpft sind, sieht man bei der Pasterze am Großglockners deutlich. Konnte man vor fünfzig Jahren mit dem Schrägaufzug direkt auf die Pasterze gelangen, so muss man jetzt einen langen Fußmarsch auf sich nehmen um die Pasterze zu erreichen. Das Abschmelzen der Gletscher erfolgt immer schneller. Jeder von uns ist an diesem Klimawandel mitbeteiligt.
Die Trockenheit der Natur greift auf die Menschen über. Man geht den geistigen Anstrengungen aus dem Weg. Man wendet sich den Dingen zu, die leicht verdaulich und unterhaltsam sind. Zerstreuungen die den Kopf nicht belasten. Viele Menschen trinken zu wenig, dies lässt die Gedanken eintrocknen.
Trockenheit wirkt.

24.7.06 09:52 verlinken / kommentieren

 

HITZE . PUNKT

Als Bewohner der Alpenländer haben wir kaum Erfahrung mit der Hitze. Die Hitzeperioden der letzten Sommer sind für uns eine neue Erfahrung. Heiße Temperaturen waren eine Sache des Süden, etwa in Afrika. In den sechziger Jahren lernte man die Hitze im Urlaub an den Badestränden der oberen Adria kennen, später bei den Urlaubsreisen nach Nordafrika oder in den Vorderen Orient. Dies war jeweils für eine kurze Zeit und freiwillig. Jetzt ist diese Hitze mitten in den Alpen. Wir versuchen uns der Hitze zu entledigen, indem wir uns der Kleider entledigen. Damit entledigen wir uns auch unseres Hautschutzes. Die Gefahr der Sonnenstrahlung wird heruntergespielt, wie auch andere Gefahren der Natur. Wir setzen den Wert der Technik über den Wert der Natur. Eine Aufgabe der Technik sehen wir darin, die Belastungen der Natur zu korrigieren. Wir legen den Körper frei und glauben frei zu sein. Freiheit bedeutet nicht bei allen Trends mitzumachen.

Bei Hitze Salzgurken  essen, keine süßsauren.

19.7.06 18:57 verlinken / kommentieren

 

VOM . REISEN

Die Sommermonate Juni, Juli und August sind die Hauptreisezeit. Zu keiner anderen Zeit des Jahres sind die Straßen so überfüllt, eine ganze Verkehrslawine wälzt sich in dieser Zeit über die Tauernautobahn in den Süden, an die Strände der oberen Adria. Wer in dieser Zeit fährt hat es eilig und lässt sich nicht aufhalten. Bei der Fahrt durch Kärnten geht man vom Gaspedal nicht weg, außer man bekommt Hunger, muss auf die Toilette gehen oder der Treibstoff geht zu Ende. So überfüllt wie die Autobahnen sind in dieser Zeit auch die Autobahnraststätten. Immer wenn eine neue Autobahnraststätte geplant wird, wehklagen die Bestehenden, und prophezeien Umsatzeinbußen und Existenzgefahr. Die Autobahnen sind aus dem heutigem Verkehrsnetz nicht mehr wegzudenken.
 
In den sechziger, siebziger und achtziger Jahren ist der Autoverkehr, welcher nach Oberitalien unterwegs war durch die Ortschaften vor der italienischen Grenze gefahren. Er wurde zu einer zunehmenden Belastung für die Bevölkerung. Vom Durchzugsverkehr hat aber auch manche Ortschaft wirtschaftlich gelebt. Statt einer großen Autobahnraststätte wurden die Durchreisenden von vielen kleinen Tankstellen, Bäckern, Fleischhauern und Gasthäusern versorgt. Nachdem der letzte Abschnitt der Tauernautobahn vor der italienischen Staatsgrenze für den Verkehr freigegeben wurde, konnte man auf der Bundesstraße in Möselstein einige Wochen lang Fußballspielen.
 
Ein Auto fährt durch.      

18.7.06 14:06 verlinken / kommentieren

 

WIRKLICHER . URLAUB

„Wirklicher Urlaub ist, wenn es im Urlaub keinen Streit zwischen den Urlaubspartnern gibt“, heißt es in einem Gedicht. Heute ist es so, dass man mit sehr viel Gebäck in den Urlaub fährt. Man begnügt sich nicht mit einem Bade- oder Wanderurlaub, man will im Urlaub viel mehr erleben. So gehören in das Urlaubsgepäck meistens auch die Bekleidung für das Fahrradfahren und die eigenen Fahrräder werden mitgenommen. Ebenso die Bekleidung und Ausrüstung zum Tennisspielen. Wir nehmen nicht nur ein Zuviel an äußeren Dingen mit in den Urlaub, sondern auch ein Übergewicht an geplanten Urlaubsaktivitäten. So sind vielfach schon ein Tennis- Wander- oder ein Gesundheitsurlaub gebucht. Dazu kommen dann am Urlaubsort noch Ausflüge in die nähere Umgebung, oder ein Einkaufsbummel und Museumsbesuch in der nächsten Stadt.

Jeder möchte noch sein ganz persönliches Hobby ausüben und dann kann es vorkommen, dass die Urlaubswoche viel anstrengender wird als eine normale Arbeitswoche. In der Hotelhalle kann man beobachten, dass manche Betriebsinhaber oder Geschäftsführer am Notebook arbeiten und viele werden es im Hotelzimmer machen. Das ununterbrochene Läuten der Handys auf den Gängen, in der Eingangshalle oder am Schwimmbecken stört niemanden mehr und nicht alle Gespräche sind privat. Nichts ist so oft besetzt und belagert wie der freie Internetzugang im Hotel. Ein freier Tag während der Arbeitswoche ist erholsamer als eine Woche Urlaub.

Das Urlaubsende.     

13.7.06 22:11 verlinken / kommentieren

 

PACK . PAPIER

In den Fällen, wo es nicht möglich war beim Gemischtwarenhändler im Ort einen Artikel zu bekommen, fuhren wir Kinder mit der Mutter, meistens nahm sie nur zwei von uns fünf Kindern mit, zu einem Einkauf in die Bezirksstadt. Diese Einkaufsfahrt gehörte zu den aufregenden Erlebnissen in den Ferien. Es war notwendig ein oder zwei Kleiderstücke für das neue Schuljahr einzukaufen. Nicht immer reichte es aus, dass die Kleider der größeren Geschwistern für uns Jüngeren geändert und ausgebessert wurden.

Den Bahnhof im Tal erreichten wir nach einem halbstündigen Fußmarsch. Während der Zugfahrt durch das Drautal nach Villach verspeisten wir die von zu hause  mitgenommen Speckbrote. Vom Villacher Hauptbahnhof gingen wir durch die Bahnhofstrasse über die Draubrücke auf den Hauptplatz. Die Mutter führte je ein Kind rechts und links an ihren Händen. Der Autoverkehr und die vielen Fußgeher waren für uns Bergkinder eine Verwirrung. Bei den vielen Schaufenstern, egal ob Spielzeugladen oder Süßwarenstandln hatte es die Mutter schwer uns zum weitergehen zu bewegen. Bewegte und blinkte in einem Schaufenster ein Spielzeug, dann blieben dort  schon einmal unsere Nasenandrücke auf dem Schaufenster zurück. Später faszinierten mich die Schaufenster einer Buchhandlung mit den vielen Büchern und zwischendrin entdeckte ich ein Buch, welches ich aus der Schulbibliothek ausgeborgt und gelesen hatte. Ein Buch zu kaufen stand nicht auf dem Einkaufszettel, der  im Kopf der Mutter existierte. War es besonders heiß, kaufte uns die Mutter eine Eistüte und auch für sich eine. Im Sommer liebte die Mutter zwei Dinge, saure Essiggurken und ein Eis.

Am Hauptplatz angekommen gingen wir in das Kaufhaus Warmuth, wo für uns in der Kinderabteilung eingekauft wurde. Dorthin fuhren wir mit dem Lift in die oberen Stockwerke, ein Liftboy war immer dabei. Meistens kaufte die Mutter für sich noch eine Arbeitsschürze und für den Vater ein Hemd. Alle Kleidungsstücke wurden am Packtisch im Erdgeschoss im weiß-grün gestreiftem Packpapier  verpackt, mit einem Kordel zugebunden und mit einem Henkel versehen. Jedes Kind erhielt einen „Warmuth – Luftballon“ geschenkt. Mit den Paketen in der Hand ging es zurück zum Bahnhof. Vor dem Bahnhofsgebäude gab es mehrere Kioske, darunter auch einen Stand mit Obst und Süßigkeiten. Hier kaufte die Mutter für jeden von uns eine Banane, welche wir bei der Rückfahrt im Zug aßen. Eine Banane zu essen war etwas besonderes, auch für die Mutter. Im Waggon, wo wir auf Holzbänken saßen, konnte man in einigen Gepäckablagen weiß-grün gestreifte Pakete sehen.

Ein Ende mit Bananen.

12.7.06 13:27 verlinken / kommentieren

 

WEIN . BERG

Wir sprechen öfter darüber, dass sich alles ändert und nichts mehr so ist, wie es einmal war. Konnte man früher in den Ortschaften am Fuße des Dobratsch einen öffentlichen Brunnen mit einem Holzbrunnentrog vorfinden, so findet man jetzt auf den Feldern die ausrangierten Badewannen. Meistens sind es weiße Emailbadewannen zur Versorgung der Kühe mit Trinkwasser. In den Häusern sind die Bäder neu renoviert und die weißen Emailbadewannen wurden durch farbige Kunststoffbadewannen ersetzt. Die neue Sommerfarbe ist blau, inmitten der grünen Rasen stehen vor den Häusern die blauen Best Way  Schwimmbecken, sie haben Schulterhöhe. In diesen großen Schwimmbecken tummeln sich immer mehr Erwachsene.

 

Auf den rostfarbenen Felsflanken des Dobratsch liegt ein Schatten, weil er vermarktet und genutzt wird, wo er sich vor über sechshundert Jahren durch einen Bergsturz  jeder Nutzung entledigt hat.
 
Wo geht es hier zum Weinberg.  

6.7.06 12:12 verlinken / 3 Kommentare / kommentieren

 

LAND . LEBEN

Beim Radfahren auf dem Rosentalradweg von Fürnitz über Müllnern in Richtung Faakersee sieht man oft, dass auf dem  Balkon oder auf einer Bank vor der Haustür eine lebensgroße Stoffpuppe sitzt. Wenn man mit dem Fahrrad näher kommt hat man den Eindruck, dass die Hausleute es sich auf der Hausbank gemütlich machen. Man hat das Gefühl, dass man hier durch ein Paradies radelt, dass hier das süße, geruhsame Landleben regiert, gegenüber dem hektischem Stadtleben. In Wirklichkeit sind die Hausbewohner damit beschäftigt im Gemüse- und Obstgarten Ordnung zu machen, neues anzupflanzen oder das Unkraut zu jäten und den Salat zu ernten. Stellvertretend für die Hausbesitzer sitzen die lebensgroßen Stoffpuppen vor dem Haus und halten Siesta.
 
Wer ein Haus besitzt weiß, dass immer etwas zum Reparieren, zum Vorbereiten, gibt. Diese Arbeiten werden meistens am Wochenende erledigt. Nicht die Hausbesitzer besitzen das Haus sondern das Haus hat die Besitzer in Beschlag genommen. Den Tagesablauf bestimmt der Garten, in der Früh das Gießen, am Vormittag die Erdbeeren und die Radieschen ernten, am Nachmittag ein neues Beet anlegen und am Abend wieder gießen.
 
Ein Eigenheim ist ein verlässlicher Begleiter durch den Jahresablauf. Im Frühjahr den Rasen saubermachen, den Keller durchlüften, auf der Terrasse den Holzboden auslegen und die Schäden vom Winter am Dach ausbessern. Im Sommer den Sonnenschutz aktivieren und die Balkonverkleidung neu streichen. Der Herbst bringt die Obsternte und das Kraut wird eingewintert. Jetzt wird die Heizungsanlage überprüft, der Keller und der Dachboden winterfest gemacht und die Geräte für die Schneeräumung bereitgestellt. Der Winter schickt den Schnee in kleinen Raten, so dass man tageweise mit dem Freischaufeln des Hauseinganges beschäftigt ist und mit dem Saubermachen der Dachrinnen vom Eis. Die Garageneinfahrt wird immer wieder vom Schneepflug mit Schnee zugemüllt. Die lebensgroßen Stoffpuppen kommen im Frühjahr wieder auf die Bank vor dem Haus.
 
Das süße Landleben.     

4.7.06 13:56 verlinken / 4 Kommentare / kommentieren