autonom:fahren

Für die meisten Menschen ist das Lenken eines Autos eine faszinierende Tätigkeit. Zur Zeit der explodierenden Mobilität war der Traum eines jeden jungen Burschen der Führerschein und ein eigenes Auto. Für das Image spielten Bekleidung und Schuhwerk eine untergeordnete Rolle, es zählte allein das eigene Auto. Heute wird die Form und die Technik des VW Käfers der 60er und 70er Jahre belächelt. Damals war der VW Käfer, wie er nach seinem Aussehen zu Recht benannt wurde, ein anerkanntes Fahrzeug. Wer es etwas schnittiger wollte kaufte sich, wenn das Geld reichte, einen Opel Kadett oder einen Opel Manta. Im Vordergrund stand, womit kann man den Mädchen am meisten beeindrucken.

Jetzt wird in der Mobilität eine Trendwende eingeläutet, einerseits weg vom fossilen Brennstoff Erdöl, anderseits will man den Lenker des Kraftfahrzeuges durch Computerprogramme ersetzen. Das autonom fahrende und mit Strom betriebene Fahrzeug wird propagiert. So groß wie einst der Menschheitstraum vom Fliegen ist heute der Traum vom autonom fahrenden Auto.

Wie fühlt man sich, während einer Fahrt mit einem fahrerlosen Kleinbus? In Pörtschach am Wörthersee haben wir die Möglichkeit zu einer Probefahrt, auf einer Teststrecke von 1,5 Kilometer. Eine Haltestelle für den autonomen Bus befindet sich am Bahnhof. Der Bus hält für ein paar Minuten an der Haltestelle, bei Bedarf können Leute ein- und aussteigen. Durch seine Aufschriften ist er leicht als smarter Bus erkennbar. Er besticht durch seine eigenwillige Form, die mich sofort an eine größere, gestreckte Liftgondel erinnert. Dieses Gefühl begleitet mich auch im Inneren, durch den Rundumblick. Auf drei Seiten gibt es Sitzplätze und auf einer Seite die Tür zum Ein- und Aussteigen. Einen Chauffeur und ein Lenkrad sucht man vergebens. Das Wegfahren erfolgt abrupt, wie bei einer Seilbahn, wenn sich die Gondel in das Zugseil einklickt. Die Reisegeschwindigkeit von etwa 20 km/h, möglich sind 45 km/h, erzeugt in mir eine Stimmung, wie bei Stadtrundfahrt in einem Bummelzug. Ob ich mich auch bei einer Geschwindigkeit von 45 km/h oder bei 8o km/h sicher fühlen würde, kann ich für meine Person nicht vorhersagen. Wahrscheinlich würde ich dann sehr aufmerksam das Verkehrsgeschehen rund um den Roboterbus beobachten.

Führerschein

drohne:fan II

Einer der Anknüpfungspunkte zwischen dem Drohnenfan und mir war sein Wunsch als Essens- bzw. Restaurantblogger Geld zu verdienen. An mich richtete er die Frage, was muss man beim Einstieg als Blogger beachten und wie verschafft man sich einen Namen in der Bloggerszene. Wie viele Besucher braucht es am Blog, dass man als Restaurantblogger von tollen Restaurants eingeladen wird? Obwohl ich nicht über Essen und Restaurant blogge, bekomme ich immer wieder Einladungen von Gourmettempel zu einem Bloggeressen.

Eine der wichtigsten Frage am Sonntagvormittag war, wie viel Geld kann man mit einem Blog verdienen, gibt es eine Möglichkeit schnell reich zu werden? Auch im Internet tummeln sich Glücksritter, die vergleichbar sind mit den Diamantschürfern in Australien. Diese haben zuhause Hab und Gut verkauft, um sich in Elis Spring einen Claim zu kaufen. Die Anschaffungen um im Web Geld zu verdienen, ein Laptop und ein Internetanschluss sind im Vergleich dazu ein Schnäppchen. Die Gefahr einer Blase ist hier ebenso groß wie beim Diamantfieber. Blasen hat es auch im stationären Handel gegeben, einmal waren Modeboutique en Vogue, ein andermal Blumengeschäfte und dann Handarbeitsgeschäfte. Dasselbe passiert bei Trendartikel, wer erinnert sich noch an das Familytennis oder den Zauberwürfel, an LCD Spiele und die Didelmaus?

Genussesser

drohne:fan I

Nach dem Internet, dem Tablet, dem Laptop und dem Handy droht uns zu ebener Erde der Einsatz von selbstfahrenden Autos und in der Luft der Einsatz von Drohnen. Die Dokumentarfilme und Zeitungen schwanken in ihren Meinungen noch zwischen Fluch und Segen. Apokalyptische Vorstellungen verbreiten sich. Sommers kann man im Garten die Sonne nicht mehr genießen, weil der Himmel von Drohnen verdunkelt ist. Eine anhaltende totale Sonnenfinsternis. Die Paketdienste, Onlinehändler und selbst die Post haben angekündigt, in naher Zukunft die Pakete mit den Drohnen zuzustellen. Ist dies die neue Invasion der Außerirdischen?

Bekommt man Besuch vom Enkel, muss man mit Überraschungen rechnen. Die große Leidenschaft des Enkels ist seine Drohne. Die surreale Angst der Oma, von in der Luft umherschwirrenden Drohnen, bekommt ein reales Gesicht, es ist die Drohne des Enkel. Die Drohne dient ihm zum Fotografieren und Filmen von Oben, vor ihm gibt es kein Geheimnis mehr. Die Überwachung des Privaten, dagegen sind die Videokameras im öffentlichen Bereich Zufallsgeneratoren, die hin und wieder einen guten Fang machen.

Fangfrisch

asyl:land II

Ich vermute Europa ist kein typisches Einwanderungsland. Nach meinem Ermessen ist die Situation in den USA oder Australien eine andere. Dorthin haben sich seit der Staatsgründung Menschen aus allen fünf Kontinenten auf den Weg in eine neue Heimat gemacht. So bunt gemischt ist dort auch die Bevölkerung und zumeist sind nur leistungswillige Menschen dahin ausgewandert. Hierzulande habe ich teilweise das Bauchgefühl, die Flüchtlinge suchen ein soziales Auffangbecken. Von den Migranten wird derjenige Staat in Europa bevorzugt, der die besten Sozialleistungen bietet. Wie lange kann das soziale Netz vergrößert werden, ohne dass es reißt. Reißt es, dann betrifft es auch diejenigen, welche in das System eingezahlt haben. Viele Fragen. Meinem Dafürhalten gibt es dazu keine ehrlichen Antworten, die einen dramatisieren und die anderen verharmlosen.

Zu schaden kommen die Bürger, von denen man jeden Euro gnadenlos einfordert. Aber niemals wird er dreimal umdreht, bevor er wieder ausgegeben wird. Von Regierungsseite ist man an fundierten Untersuchungen, mit welchen Zeitabläufen man bei der Integration rechnen muss, wo es Probleme geben wird,gar nicht interessiert. Es fehlt auch an Klarheit, wie weit es möglich ist, dass verschiedene Religionen und Kulturen nebeneinander existieren. Ohne das versucht wird den anderen mit Gewalt zu missionieren oder in der anderen Religion das Böse, den Satan zu sehen.

Mitteleuropa ist ein reicher Staatenbund. Aber wie viele Menschen können wir in Europa ernähren und wie vielen eine wirkliche Perspektive geben? Unter anderem leidet Europa unter der Auslagerung der Warenproduktion, aber auch dem Rückgang der Landwirtschaft. Man hört, dass einige EU-Staaten, darunter auch große Volkswirtschaften, nur durch die Tag-und Nachtschichten der Notenpresse und dem Aufkauf der Schuldenpapieren am Leben erhalten werden.

Euroland abgebrannt.